Die Schulklassen aus dem Schulhaus 1906 entdeckten und gestalteten Spuren

Der Start ins letzte Quartal ist geglückt. Die Schüler*innen und Lehrpersonen der Schulklassen 1906 blicken auf eine tolle Projektwoche zurück. Einziger Wehmutstropfen: die Woche war viel zu schnell vorbei!

Die Kinder der Einschulungsklasse entdeckten, dass auf der einen Strassenseite jeweils die geraden und auf der anderen Seite die ungeraden Zahlen die Hausnummern bilden. Die Kinder wunderten sich, als sie nach der Obermatt 11 plötzlich vor den Hausnummern 18 und 20 standen. Sie lösten das Rätsel korrekt und erkannten, dass sie nun zuhinterst in einer anderen Strasse (Ramsfluhweg) standen. Die Kinder mutmassten auch richtig, dass eines der beiden Häuser, welche sich je mit der Hausnummer 1 im Reformationsweg gegenüberstehen, noch zum Ramsfluhweg gehören muss. Im Klassenzimmer programmierten die Kinder Beebots und legten damit Spuren auf den Schatzkarten. Dabei gewannen sie Einsichten in die Robotik.

Die Kinder der Mittelstufen erlebten in durchmischten Gruppen jeden Tag einen neuen Workshop:

Mit Hilfe von Rätselspuren und versteckten Hinweisen im Schulzimmer gelang es allen Gruppen, die Holzbox, die mit fünf verschiedenen Schlössern versehen war, zu öffnen. Teamwork, Kreativität, scharfer Spürsinn und Phantasie waren gefragt, um die Codes der Schlösser zu knacken. Anschliessend gestalteten die Schüler*innen selbst eine Kartonbox, welche sie mit einer Schliessvorrichtung und einem Zahlenschloss verschlossen. Mit den Ideen aus einer “Krypto-Werkstatt” entwickelten sie eine eigene Rätselspur, welche schliesslich zum Öffnen ihrer Kartonbox führte. 

Graffiti, ist das eigentlich Kunst? Was ist legal, was ist illegal? Wie entstanden Graffitis überhaupt? Bevor die Schüler*innen in Gruppen in ihrem Blackbook die ersten Entwürfe kreierten, lernten sie die geschichtlichen Hintergründe zum Graffiti kennen und ebenso, was erlaubt und was verboten ist. Gekonnt, mit einfachen Spraytechniken erstellten sie dann am Nachmittag ihre ersten Masterpieces. Merkten aber auch, dass es gar nicht so einfach ist und viel Übung, die richtige Cap auf der Spraydose und etwas Fingerfertigkeit benötigt. Sie visualisierten Begriffe wie z.B. “save the planet”, “stop war”, “hope”, “love and peace” oder “skate”. Alle Graffitis sind auf den Fluren des Schulhauses 1906 zu sehen.

Wie kann eine Geschichte noch packender werden? Indem man sie mit Geräuschen unterlegt, die Sprechrollen lebendig gestaltet und das Ganze auf der App Garageband zusammenfügt. Die Kinder nahmen im Homestudio 1906 den Projektwochensong Planet Earth von 77 Bombay Street auf und gestalteten anschliessend in Kleingruppen ihre eigenen Hörspiele zu den Rätselkrimis von Kommissar Marroni.

Ein Schüler ist unglücklich verliebt? Eine Diebin klaut im 1906 Tablets? In kleinen Gruppen entwarfen die SchülerInnen solche Geschichtenideen, die dann fotografisch umgesetzt wurden. Zur Verfügung stand eine Vielzahl von Requisiten, Masken, Kostümen, Schwertern oder Handschellen. Aufbereitet und mit Sprechblasen, Soundworten und Speedlines versehen wurden die Fotocomics mit der App ‘Book Creator’.

 


Bei herrlichem Frühlingswetter wanderten alle Klassen am Mittwochmorgen zur Köhlerhütte. Im Wald entdeckten die Schüler*innen viele Spuren, welche sie mit den iPads festhielten: einen Dachsbau; Moos am Boden des schattigen Tannenwaldes; Brombeerstauden, blühende Walderdbeeren und braunes Herbstlaub am Boden vom Laubwald. Beim gemütlichen Zusammensein und Bräteln von Würsten und Steckenbrot wurden Spuren der Freundschaften neu gelegt oder bestehende Spuren vertieft.

Stimmen einiger Schüler*innen:

-Toll war, dass wir so viele verschiedene Sachen ausprobieren konnten und jeden Tag eine andere Lehrperson hatten. So gab es sehr viel Abwechslung.

- Toll war das Graffiti-Sprayen, denn man konnte viel ausprobieren und ich konnte etwas lernen, was ich schon immer hatte können wollen.

- Ich fand alles toll – es hat Spass gemacht und würde mich freuen, wenn es nochmals eine Projektwoche gäbe.